Regie: Tetsuaki
MATSUE Drehbuch: Tetsuaki MATSUE Kamera: Tetsuaki MATSUE Verleih: Hamajim Darsteller: Hiromi AIKAWA, Il-song KIM (Jitta HANAOKA),
Anna
Identity
Regie: Tetsuaki MATSUE
Japan | 2004 | DV | 120 Min. | OmeU
SA: 12.12.04 | 00:00 H Filmhaus
Wie ein Gegenentwurf zu Larry Sultans Hochglanzfotos aus der Pornoindustrie
Los Angeles wirkt Tetsuaki MATSUES Dokumentation IDENTITY. In ungeschönten
Bildern fängt er das Leben zweier Pornodarstellerinnen in Japan ein,
begleitet sie am Set und im alltäglichen Leben. Hiromi und Anna sind
nicht nur aufgrund ihres Berufs Außenseiterinnen im starren Gesellschaftssystem
Japans, auch ihre Herkunft ist problematisch. Anna kommt aus China
und Hiromi ist eingewanderte Koreanerin der dritten Generation - wie
auch der Regisseur, der sich schon mit der Dokumentation ANNYONG KIMCHI
mit der schwierigen Situation in Japan lebender Koreaner befasste.
Wie geht eine Gesellschaft mit "fremden Elementen " um,
besteht in Japan überhaupt der Wille zur Integration und wie wirkt
sich der unterschwellige Rassismus auf das Leben der einzelnen Menschen
aus?
Hamajim, eine Produktionsfirma, die sich auf Pornofilme spezialisiert
hat, ist Geldgeber der Tochterfirma Non Fiction, die sich wiederum
auf Dokumentarfilme spezialisiert. So kommt es, dass IDENTITY die
Grenzen des Dokumentar - aber auch des Pornofilms auslotet - und interessanterweise
auf beiden Ebenen funktioniert.
Tetsuaki Matsue documents the life of two porno actresses; Hiromi,
a korean girl, and Anna, a chinese. Not only by profession but also
by origin these two are aliens in Japan's rigid society. The director
follows them into their daily life but also their workplaces. Here
the question arises wether IDENTYTY is pornographic or a documentary.
It turns out that Identity is both :a pornographic movie that serves
as a documentary and vice versa.