Regie: Kenji MURAKAMI
Japan | 1999 | DV | 76 Min. | OmeU
SO: 12.12.04 | 14:30 H Filmhaus | + HOW TO
SURVIVE IN KAWAGUCHI CITY
Im Sommer 1998 kehrt Kenji MURAKAMI in seine Heimatstadt zurück,
um die Ankunft des Babys seiner Schwester zu feiern.Doch die Geburt
lässt auf sich warten: Tag um Tag verstreicht, es wird heißer und
heißer, und nicht nur die Hormone der Schwester sind in Aufruhr.
Zu Tode gelangweilt, weit und breit kein Ansprechpartner in Kenjis
Alter in Sicht - von netten Mädchen ganz zu schweigen. Doch wozu
gibt es die örtliche Telefonkontaktbörse Tel Club? Dort werden gegen
Geld Gespräche mit jungen Mädchen angeboten - mit der Aussicht auf
ein späteres Treffen. In Abwesenheit jeglicher Ansprache versucht
Kenji sein Glück wieder und wieder und je hoffnungsfroher er den
Treffen begegnet desto erniedrigender ist das Resultat; niemand
hält die Verabredungen mit ihm ein.
MURAKAMIS zweiter Film in unserem Festival beginnt als Video-Tagebuch,
sprengt aber bald alle Dokumentationsformate. Zweifel entstehen,
ob das, was gezeigt wird, noch der Wirklichkeit entspricht. Gekonnt
spielt MURAKAMI mit den Erwartungen des Publikums, nur um es immer
wieder an der Nase herumzuführen. Glaubt man seiner Masche
auf die Spur gekommen zu sein, ändert MURAKAMI wiederum den
Blickwinkel, um die Frage zu stellen: was definiert Kino und was
unterscheidet Fakt von Fiktion?
Hochgradig unterhaltsam erlaubt uns der Regisseur mit TEL CLUB
unvorhersehbare Einsichten in die eigene Persönlichkeit und
hinterlässt ein staunendes Publikum.
It's summer 1998, Kenji MURAKAMI returns to his hometown to await
the birth of his sisters first baby. The days go by - still there's
no baby in sight. Kenji is bored to death - nothing to do and no
one to talk to. So he starts visiting the local telephone dating
club and although he never quite manages to meet one of the teenage
girl he's talking to, he doesen't give up. He's obviously not afraid
of humiliating situations! This movie starts as a video diary but
soon turns into something completly different. MURAKAMI always cleverly
plays with the expectations of the viewer, so they never know if
they are wachting a documentary or fiction. Highly amusing he arises
the question of what seperates facts from fiction.