Regie: Kon
Satoshi
Drehbuch: Kon Satoshi,
Nobumoto Keiko Character Design: Konishi Kenichi, Kon Satoshi Regie Animation: Shougo Furayu Original story: Kon Satoshi Artistic Regie: Nobutaka Ike
Tokyo Godfathers
Japan, 2003, 35 mm, 90 Min., OmeU, Europapremiere
Regie: Kon Satoshi
Freitag, 21.11.03, 18:00 h, Filmhaus Kino
+ Voices A Distant Star + Anime Shorts
Samstag, 22.11.03, 16:00 h, Kino in der Brücke
Nicht nur Miike Takashi hat das poetische Potential des Penners
entdeckt (siehe "Shangri La"), sondern auch Kon Satoshi mit "Tokyo
Godfathers". Eigentlich kommt der Film ein bißchen früh im Jahr;
schließlich spielt er an Heilig Abend und seine Protagonisten sind
eine etwas verdrehte Version der Heiligen Drei Könige: Ein Trinker,
ein alternder Transvestit und eine Ausreißerin. Dieses denkwürdige
Gespann findet ein Baby in der Gosse, und begibt sich auf die Suche
nach seinen Eltern- eine Reise ins Licht, denn alles deutet darauf
hin, dass man wohl eher in den besseren Teilen der Abermillionenstadt
fündig wird. Wer hier an John Fords Outlaws in "Three
Godfathers"
(1948) denkt, die ein Baby in der Wüste finden liegt richtig,
doch damit enden auch schon die Ähnlichkeiten. Trotz der Märchen-haftigkeit
der Dreikönigsgeschichte, geht es Kon Satoshi um eine Nahaufnahme
des heutigen Tokyos, um Momentaufnahmen eines Molochs, der westlichen
Augen und dem größten Teil der japanischen Gesellschaft
verschlossen bleibt.