Do.
29.08. 22.15 h Filmhaus Kino Köln |
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Desert
Moon
Nagai ist ein Geschäftsmann mit Zukunft, heißt es, und eigentlich dachte
er, daß ihn das Leben des Handels glücklich machen würde -- doch er sehnt
sich nach einem Wandel, so total, daß sich die Wüste seines Daseins in einen
Regenwald verwandle. Speziell, seit seine Gattin und ihre gemeinsame Tochter
sich von ihm losgesagt haben, und spurlos verschwunden sind -- allein ihre
Bilder und Stimmen |
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sind
Nagai geblieben,auf Videobändern: und so betrachtet er diese letzten Spuren,
als könnte ihm die Erinnerungen den Weg zu ihnen weisen. Viel eher kann
das vielleicht jener Fremde, dessen Heimat die Gosse ist... Man weiß nicht,
was sich die internationale Presse so nach "Eureka" von Aoyama Shinji, dem
brillantesten (japanischen) Filmemacher der 90er, erwartet hat -- "Desert
Moon" zumindest aber nicht: Als der Film letztes Jahr in Cannes im |
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Wettbewerb lief, rannteer voll in eine Wand aus Indifferenz und Dummheit,
man ignorierte einfach Aoyamas Hommage an das Kino von Antonioni, dem Poeten
der modernen Städte, deren Architektur, deren Schrecken. "Desert Moon" ist,
wie eigentliche alle Werke Aoyamas, zu späte filmische Moderne, die beweißt,
daß die Postmoderne nichts als eine Ausrede war: so kommt er zur rechten
Zeit, dieses Melodram des Verfließens der Zeit. |
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