Regie: Yasmin Ahmad Drehbuch: Yasmin Ahmad Kamera: Keong Low Musik: Sam Hui Verleih: Peppermint Darsteller: Ng Choo-Seong, Sharifah Amani, Harith Iskander, Ida Nerina, Tan Meiling, Linus Chung
Regie: Yasmin Ahmad
Malaysia | 2004 | 35mm | 111 Min. | OmeU
MI: 07.12.05 | 20:00 H Filmhaus ||| SA: 11.12.05 | 11:45 H Filmhaus
Der 19-jährige Chinese Ah Long schlägt sich mit dem Erlös verkaufter Videoraubkopien auf einem Straßenmarkt in Kuala Lumpur durchs Leben. Konträr zu seinem trüben Alltag zwischen Videostand, Konflikten mit lokalen Triaden und einer kaputten Familie, ist Ah Long unheilbar mit einer romantischen Ader gesegnet und schreibt Liebesgedichte. Sein Leben verändert sich schlagartig als die malaysische Schülerin Orked auf der Suche nach Wong Kar-Wai Filmen an seinem Stand auftaucht. Mit ihrer Liebe zum chinesischen Kino und ihrer Schwärmerei für den chinesisch-japanischen Schauspieler Takeshi Kaneshiro trifft Orked bei ihren Mitschülern lediglich auf Verachtung und Hohn. Als sich aus dem kurzen Zusammentreffen mit Ah Long eine große Liebe entwickelt, beginnt für beide gleichzeitig der Kampf gegen Rassenvorurteile.
SEPET (malaysisches Synonym für Schlitzaugen) ist eine tragische Liebesgeschichte zweier Teenager ganz unterschiedlicher familiärer, gesellschaftlicher und nationaler Herkunft. Mit ihrem einfühlsamen Drama gelingt es Yasmin Ahmad, die auch das Drehbuch zu SEPET geschrieben hat, die Borniertheit der malaysischen Gesellschaft und die Komplexität eines multikulturellen Gesellschaftssystems darzustellen.
Trotz staatlicher Zensur räumte Yasmin Ahmad mit ihrem einfühlsamen Drama bei den 18. Malaysischen Filmfestspielen die meisten Preise ab und wir sind stolz darauf mit SEPET einen Film einer der wenigen asiatischen Regisseurinnen zu präsentieren, die dazu noch aus einem islamisch dominierten Land kommt.