Regie: Yasmin Ahmad Drehbuch: Yasmin Ahmad Kamera: Keong Low Verleih: : Lighthouse Pictures Darsteller: Sharifah Amani Yahya, Adlin Aman Ramlie, Ida Nerina Hussein, Harith Iskander Musa, Adibah Noor, Alan Yun, Nam Ron
Regie: Yasmin Ahmad
Malaysia | 2006 | 35mm | 115 Min. | OmeU
Yasmin Ahmad ist eine geborene Herzensbrecherin! Schon auf unserem
letzten Festival beeindruckte sie uns mit "Sepet", der Liebesgeschichte
der jungen Malaiin Orked und dem Chinesen Jason, die versuchen,
vor dem Hintergrund der multikulturellen Gesellschaft Malaysias
und deren Problemen zu bestehen.
Mit "Gubra" setzt sich Ahmad erneut bewegend, charmant und vor
allem ehrlich mit den Problemen ihrer Gesellschaft und dem Wert
der Liebe darin auseinander.
Orked, mittlerweile mit Arif verheiratet, trifft den Bruder ihrer tödlich verunglückten Liebe Jason, während ihr Ehemann sie betrügt und ihre Familie um den erkrankten Vater bangt. In einer parallelen Geschichte treffen wir auf Pak Bilal, einen Muezzin, selbst in einer liebevollen Familie geborgen, der versucht, zwei Prostituierten zu einem würdigen Leben zu verhelfen.
Im Spannungsfeld zwischen dem Zusammenleben verschiedener Ethnien und Klassen breitet Ahmad einen Reigen urkomischer Situationen, dramatischer Entscheidungen und zu Herzen gehender Begegnungen aus. Sie entfaltet diese Geschichten mit solcher Leichtigkeit, dass die Kontroversen, die "Gubra" in Malaysia ausgelöst hat, im Westen nur schwer nachzuvollziehen sind. Doch das eigentliche Thema des Films ist universal: Unser Gefangensein im Netz der Konventionen mit der Liebe als großem Befreier.