Regie: Satoshi Kon Drehbuch: Satoshi Kon, Seishi Minakimi, Ike Nobutawa Character Design : Ando Masashi Animationsstudio: Mad House Studios Verleih: Sony Pictures
Regie: Satoshi Kon
Japan | 2006 | 35mm | 90 Min. | OmeU | Deutschlandpremiere
Man kann es nur als Glücksfall bezeichnen, dass Yasutada Tsutsui den Regisseur Satoshi Kon als Wunschkandidaten benannte, seinen Sci-Fi Roman "Paprika" als Anime umzusetzen. Immerhin beeinflusste er Satoshi Kons Werke wie "Millenium Actress" und "Perfect Blue" und wie in diesen vorangegangenen Filmen lotet Kon mit Paprika erneut die Gegensätze zwischen Realität und Parallelwelt und die Wechselwirkungen von Erinnerung und Identität aus.
Paprika ist das virtuelle Alter Ego von Dr. Chiba, einer Psychologin,
die mit Hilfe der neuesten technologischen Entwicklung ihres Kollegen
Dr. Tokita, den sogenannten DC Minis, in die Träume ihrer Patienten
eindringen kann, um ihnen zu helfen. Als mehrere dieser Geräte
entwendet werden, vermutet man einen "Psycho-Terroristen" am Werk
und befürchtet, dieser könne mit Hilfe der DC Minis Menschen
manipulieren. Eine Befürchtung, die sich nur zu schnell bewahrheitet.
Auf der Suche nach dem Täter begeben sich Dr. Tokita, Dr. Chiba
und Paprika auf eine spektakuläre Reise in die Welt der Träume.
Die Herausforderung für Satoshi Kon bestand nicht nur in der Visualisierung der orgiastischen Traumszenen sondern besonders darin, handgezeichnete analoge Sequenzen mit digitalisierten Animationen zu verbinden. Diese Verschmelzung gelingt Kon wie keinem zweiten und Paprika ist seit seiner Premiere in Venedig einer der begehrtesten Festival-Filme von Honolulu bis Rotterdam. Wir freuen uns nach "Millenium Actress" und "Tokyo Godfathers" Kons bisher bestes Werk auf unserem Festival präsentieren zu können.